Schon wieder streicht eine Katze aus der Nachbarschaft durch den Garten. Recht zutraulich lässt sie sich auch schon mal kurz streicheln. Und weil man ihren großen Augen und der hohen Stimme nicht widerstehen kann, bekommt sie kurzerhand auch ein kleines Schälchen mit etwas Leckerem bereitgestellt. Die Vögel haben schließlich auch ihre Vogelhäuser mit Körnern und die in den Sträuchern aufgehangenen Futterbälle. Katzenfutter hat schließlich auch der ein oder andere wegen der Igel im Haus. Doch ist das in Ordnung?

Die Katze mag in dem Moment der Meinung sein, man hätte ihr einen Gefallen getan. Für viele ihrer Halter und damit oft auch langjährigen vertrauten Personen stellt die Fremdfütterung ihrer freigängigen Katzen ein mehr oder minder großes Ärgernis dar. Die Gründe dafür sind vielfältig:

  • die Katze orientiert sich wegen der alternativen Futterquelle an andere Personen und zieht womöglich ganz aus
  • manche Katzen leiden an Allergien, Unverträglichkeiten oder sind wegen bestehender oder vergangener Erkrankungen in ihrer Ernährung eingeschränkt
  • entstehen Krankheiten, die möglicherweise auf die Ernährung zurückzuführen sind, wird die Ermittlung der Ursachen sehr schwierig
  • eine Gewichtszunahme trotz reduzierter Futtermenge oder kalorienarmen Futter der eigentlichen Halter
  • oder gar das Verweigern des angebotenen Futters zu Hause

Mit den Auswirkungen und daraus resultierenden Kosten und Nerven stehen die Halter dann oftmals unverschuldet und machtlos dar, da es sehr schwierig sein kann zu ermitteln, durch wen und wie vielfältig die eigene Katze fremdgefüttert wurde.

Darf ich also niemals fremde Katzen füttern? Nicht ganz. Gerade die freilebenden Katzenpopulationen ohne feste menschliche Bezugspersonen profitieren sehr von Futterspenden an die entsprechenden, regionalen Tierschutzvereine, die sich oftmals auch an Kastrationsaktionen beteiligen oder diese duchführen.