Es gibt Tage, an denen möchte man es vermeiden, in einer Großstadt an bestimmten Kreuzungen, so genannten Hot-Spots, zu atmen. Man macht es trotzdem. Und die Hunde ebenso. In anderen Städten und Ländern verlassen die Menschen ohne Atemschutz nicht mehr das Haus. Das könnte eine Marktlücke sein: Atemschutzmasken für den Hund.

Der Anteil an Feinstaub in der Luft liegt besonders in den dicht besiedelten Großstädten mit ihren hohen Verkehrsaufkommen an einigen Tagen im Jahr über den erlaubten Maximalwerten. Das führt dazu, dass sich eine höhere Anzahl mikroskopischkleiner Partikel in unserer Luft befindet, als es für unsere Gesundheit unbedenklich wäre. Diese Partikel werden beim Atmen mit der Luft in den Körper aufgenommen und gelangen dabei in die Atemwege, wo sie sich ablagern können.

Die Atemwege sind mit einem sogenannten Flimmerepithel ausgekleidet. Dabei handelt es sich um eine Haut, deren Oberfläche fast vollständig mit winzig kleinen Flimmerhärchen besetzt ist. Diese Flimmerhärchen können durch ihre Bewegungen feinste Fremdteilchen fortbefördern, wodurch sich die Atemwege auf natürliche Art und Weise selbst reinigen.

Bleibt die Belastung mit feinen Fremdpartikeln in der Luft jedoch dauerhaft zu hoch, reichen die natürlichen Selbstreinungskräfte des Flimmerepithels nicht mehr aus und es können Verklebungen der feinen Härchen entstehen, die einen weiteren Abtransport zusätzlich erschweren und zu Ablagerungen führen.

Diese Ablagerungen belasten die Lunge in ihrer Funktion der Atmung und tragen zu einer Schwächung des Immunsystems bei. Dadurch wird sie anfälliger für infektiöse Atemwegserkrankungen sowie Krebserkrankungen und beeinträchtigt das Herz-Lungen-System und den gesamten Sauerstoff- und Kohlenstoffdioxid-Austausch.

Besonders die tief getragenen Hundeschnauzen sind von der Problematik erhöhter Feinstaubkonzentrationen betroffen, da die in der Luft enthaltetenen Schwebstoffe herabsinken und sich mit der Zeit am Boden ablagern. Damit liegt die gewöhnliche Atemhöhe eines Hundes nicht nur auf Auspuffhöhe sondern auch in der Zone mit den höchsten Konzentrationen an Feinstaub.

Es gibt einige Möglichkeiten, den zu hohen Feinstaubkonzentrationen mit seinen Haustieren aus dem Weg zu gehen. Wer auf dem Land lebt, wird damit so gut wie keine Probleme haben. Doch in den Städten, besonders in der Nähe der Hot-Spots, wird dies etwas schwieriger:

  • stark belastete Orte meiden, besonders zu Tageszeiten mit hohem Verkehrsaufkommen
  • stark befahrene Straßen meiden
  • Spaziergänge möglichst in natürlichen Gebieten durchführen
  • den eigenen Ausstoß an Feinstaub reduzieren